MEDIENMITTEILUNGEN MOTOSUISSE / SFMR

 

Mitteilungen zum Schweizer Motorrad- und Rollermarkt, Tipps und Informationen für Motorradfahrer

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

Schweizerische Fachstelle für Motorrad und Roller SFMR / Medienstelle motosuisse

Loretostrasse 33 • 4500 Solothurn • Telefon 032 621 70 51 • info@fachstelle-motorrad.ch 

 


17.10.2017

FÜHRERAUSWEIS-REVISION: BRANCHENVERBAND WEHRT SICH

Die Vernehmlassung zur neuen Personenzulassungsverordnung (PZV), die auch eine Überarbeitung der Führerausweisvorschriften für Motorräder und Roller beinhaltet, dauert noch bis zum 26. Oktober 2017. Geplant sind weitreichende Anpassungen an das bestehende EU-Recht, gleichzeitig aber auch neue Hürden und Änderungen bei den Mindestaltern.

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17.10.2017

Führerausweis-Revision für Motorrad und Roller

DER BRANCHENVERBAND WEHRT SICH

Die Vernehmlassung zur neuen Personenzulassungsverordnung (PZV), die auch eine Überarbeitung der Führerausweisvorschriften für Motorräder und Roller beinhaltet, dauert noch bis zum 26. Oktober 2017. Geplant sind weitreichende Anpassungen an das bestehende EU-Recht, gleichzeitig aber auch neue Hürden und Änderungen bei den Mindestaltern.

 

Der Motorrad- und Roller-Branchenverband motosuisse wehrt sich insbesondere gegen eine Abschaffung des Direkteinstiegs für die Kat. A (>35 kW Motorleistung) und wünscht, dass das Mindestalter analog zu Deutschland, ­Österreich und Italien von 25 auf 24 Jahre gesenkt wird. Die Schweiz wäre ohne Direkteinstieg ein Einzelfall. motosuisse weist auch ausdrücklich auf die deutlich gesunkenen Unfallzahlen trotz massiv gestiegenem Töff-Gesamtbestand hin. Während der Motorradbestand von 2000 bis 2016 von 490’000 auf rund 700’000 Fahrzeuge angestiegen ist, haben allein die tödlichen Unfälle um mehr als die Hälfte abgenommen.
 

motosuisse tritt auch dafür ein, dass in der Kat. A beschränkt (<35 kW Motorleistung) weiterhin nach zwei und nicht wie vom Bund vorgeschlagen nach vier Jahren sowie ohne zusätzliche praktische Fahrprüfung der A-Führerschein erlangt werden kann. motosuisse weist mit Nachdruck darauf hin, dass kein anderes europäisches Land eine derartige Vorschrift kennt. Auch das „A beschränkt“ Einstiegsalter von 18 Jahren muss gemäss motosuisse beibehalten werden, dies entspricht der Rechtslage unserer Nachbarländer; die Schweiz wäre erneut eine absolute Ausnahme in Europa, vermutlich sogar weltweit.
 

Inhaber des Führerausweises Kat. B (Auto) sollen gemäss motosuisse weiterhin nur die praktische Grundschulung absolvieren müssen.
 

Bei der Kat. A1 (125 cm3, maximal 11 kW Motorleistung) unterstützt der Branchenverband motosuisse den Vorschlag des Bundes, dass wie in den umliegenden Ländern das Einstiegsalter 16 eingeführt wird und so die 50-cm3-Klasse mit wenig ökologischen Zweitakt-Motoren entlastet wird.

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15.6.2017

MOTORRAD: ABS UND "KURVEN-ABS" SETZEN SICH DURCH

Seit der Einführung der Euro 4-Norm zu Beginn dieses Jahr sind alle neu homologierten Motorräder und Roller mit mehr als 125 cm3 Hubraum mit sicherheitsfördernden elektronischen Antiblockier-Bremssystemen (ABS) ausgestattet. Die Branche geht bereits einen Schritt weiter und bietet auch in Kurven wirksame ABS-Systeme an.

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Alle neuen Motorrad- und Rollermodelle sind mit ABS-Bremssystemen ausgestattet
 

MOTORRAD: ABS UND "KURVEN-ABS" SETZEN SICH DURCH


(SFMR) Seit der Einführung der Euro 4-Norm zu Beginn dieses Jahr sind alle neu homologierten Motorräder und Roller mit mehr als 125 cm3 Hubraum mit sicherheitsfördernden elektronischen Antiblockier-Bremssystemen (ABS) ausgestattet. Die Branche geht bereits einen Schritt weiter und bietet auch in Kurven wirksame ABS-Systeme an.

 

In der Schweiz werden aktuell 609 verschiedene Motorrad- und Rollermodelle angeboten. 549 davon sind strassenzugelassene Fahrzeuge, der Rest betrifft geländegängige Zweiräder für den Sporteinsatz. Alle 2017 neu homologierten, für den Strasseneinsatz zugelassenen Motorrad- und Rollermodelle ab 125 cm3 sind gemäss neuer Euro 4-Regelung mit elektronischen Antiblockier-Bremssystemen (ABS) ausgestattet, die im Ernstfall oder auf rutschigem Untergrund eine optimale Bremsleistung ermöglichen. Auch die kleineren Motorräder und Roller von 50 cm3 bis 125 cm3 sind mit Sicherheits-Bremssystemen ausgestattet. Den Herstellern steht es frei, die Fahrzeuge mit elektronischen ABS- oder mechanischen Kombibrems-Systemen zu bestücken.

Bereits vor der Einführung des ABS-Obligatoriums war die grosse Mehrheit der Motorräder und Roller mit sicherheitsfördernden ABS-Bremsen ausgestattet. 2016 waren es rund 74 Prozent, wobei die Quote bei den Motorrädern bei fast hundert Prozent lag.

 

Das „Kurven-ABS“ ist bereits im Handel

Die Branche geht bei den sicherheitsrelevanten Neuerungen bereits einen Schritt weiter: Neben elektronischen Assistenzsystemen – etwa Traktionskontrollen oder den Witterungs- und Strassenbedingungen angepassten Fahrmodi – bieten alle grossen Hersteller für ihre grossvolumigen Sport- und Touringmodelle sogenannte „Kurven-ABS“-Systeme an. Damit kann selbst in Schräglage eine optimale Verzögerung erreicht werden, ohne dass das Vorderrad zu blockieren und ein Sturz droht. Es ist zu erwarten, dass diese technisch komplexen Kurven-ABS-Systeme nicht nur in der Oberklasse, sondern in absehbarer Zeit auch in der Einsteiger- und in der Mittelklasse zur Standardausrüstung gehören werden.

 

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31.07.2017
MOTORRADFAHREN: SO SICHER WIE NOCH NIE

In der letzten Dekade sind die Unfallzahlen von Motorrädern und Rollern markant gesunken. Trotz einer Zunahme des Gesamtbestandes sind die Unfälle sowohl mit tödlichen Ausgang als auch mit Leicht- oder Schwerverletzten signifikant zurückgegangen.

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Positive Entwicklung der Motorrad-Unfallbilanz 2006 – 2016

                      

MOTORRADFAHREN: SO SICHER WIE NOCH NIE

(SFMR) In der letzten Dekade sind die Unfallzahlen von Motorrädern und Rollern markant gesunken. Trotz einer deutlichen Zunahme des Gesamtbestandes von 600'000 (2006) auf deutlich mehr als 700'000 Fahrzeuge (2016) sind die Unfälle sowohl mit tödlichen Ausgang als auch mit Leicht- oder Schwerverletzten signifikant zurückgegangen.

 

Die Zahlen sprechen für sich: Wurden vor zehn Jahren auf dem Schweizer Strassennetz noch 69 Motorrad/Roller-FahrerInnen getötet, waren es 2016 noch 43 (– 37,7%). Bei den Schwerverletzten waren es 1482 (2006) gegenüber 999 Personen 2016 (– 32,6%), bei den Leichtverletzten sank die Zahl von 3451 auf 2477 Verunfallte (– 28,2%).

 

Technischer Fortschritt, erhöhte Sensibilisierung

Zweirad-FahrerInnen sind naturgemäss von keiner Karosserie umgeben, bei Kollisionen oder Stürzen sind sie damit weniger geschützt als die Insassen vierrädriger Fahrzeuge. Die technischen Sicherheits-Fortschritte bei den Motorrädern – ABS-Bremstechnik, Traktionskontrollen, LED-Tagesfahrlichter, wählbare Fahrmodi und andere elektronische Assistenzsysteme – sowie eine von der Zweiradbranche nachhaltig unterstützte Sensibilisierung der Endverbraucher – gut sichtbare Schutzbekleidung, verbessertes Fahrkönnen, Besuch von Weiterbildungskursen – schlagen sich in den stark rückläufigen Unfallzahlen nieder.

 

Hohe Sichtbarkeit, vorausschauendes Fahren

Gemäss der Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu sind dennoch weiterhin rund zwei Drittel der Unfälle, in die Motorrad/Roller-FahrerInnen involviert sind, fremdverschuldet. Umso wichtiger sind deshalb für Zweiradnutzer eine möglichst hohe Sichtbarkeit und ein konsequent vorausschauendes Fahren, um sich gegen das „Übersehen“ durch andere Verkehrsteilnehmer zu schützen.

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13.06.2017

MOTORRAD: NEUREGELUNG FÜR PRÜFUNGSFAHRZEUGE

Der Bundesrat will künftig für die praktische Motorradfahrprüfung der Kategorien „A beschränkt“ und „A“ keinen Mindesthubraum mehr vorschreiben und die Mindestmotorleistung anpassen.

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MOTORRAD: NEUREGELUNG FÜR PRÜFUNGSFAHRZEUGE

Der Bundesrat will künftig für die praktische Motorradfahrprüfung der Kategorien „A beschränkt“ und „A“ keinen Mindesthubraum mehr vorschreiben und die Mindestmotorleistung anpassen.

 

Motorräder der Kategorie A beschränkt oder unbeschränkt mit einem Hubraum von weniger als 400cm3 beziehungsweise 600cm3 eignen sich besonders gut für Fahreinsteiger. Sie sind weniger schwer und somit leichter zu fahren als die grösseren Modelle. Die Praxis zeigt, dass Motorradfahrende die praktische Prüfung auf dem Motorrad ablegen wollen, mit dem sie Fahren lernten. Der bisherige Mindesthubraum für Prüfungsfahrzeuge soll nicht dazu führen, dass sich Fahranfänger und -anfängerinnen wegen den Prüfungsvorschriften ein grösseres Motorrad kaufen, obwohl sie sich auf einem Modell mit kleinerem Hubraum sicherer fühlten.

 

Der Bundesrat will künftig keinen Mindesthubraum mehr vorschreiben und die Mindestmotorleistung anpassen. Um diesen Umständen Rechnung zu tragen, erlässt das Bundesamt für Strassen ASTRA bis zur Umsetzung des Entscheid des Bundesrates über die Anpassung der Anforderungen an Prüfungsfahrzeuge der Motorrad-Kategorie A gestützt auf Artikel 1 50 Absatz 6 VZV folgende  Weisung:

 

1. Zur praktischen Führerprüfung sind in Abweichung des Anhangs 12 Ziffer V VZV auch folgende Motorräder zuzulassen:

 

Kategorie A, unbeschränkt:

Ein Motorrad ohne Seitenwagen mit einer Motorleistung von mindestens 35 kW und zwei Sitzplätzen.

 

Kategorie A, beschränkt auf 35 kW: Ein Motorrad ohne Seitenwagen mit einer Motorleistung von höchstens 35 kW und zwei Sitzplätzen, ausgenommen Motorräder der Unterkategorie A1.

 

2. Diese Weisung trat am 8. Juni 2017 in Kraft und gilt bis zum Inkrafttreten der nächsten Revision der Anforderungen an die Prüfungsfahrzeuge der Motorrad-Kategorie A. Die Weisung des ASTRA betreffend Prüfungsfahrzeuge der Motorrad-Kategorie A vom 15. März 2016 sowie die übergangsrechtliche Weisung des ASTRA betreffend Prüfungsfahrzeuge der Motorrad-Kategorie A vom 12. Mai 2016 werden aufgehoben.

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19.04.2017

ROLLER: GROSSES ANGEBOT

Die CH-Scooter-Angebotspalette umfasst über 200 Modelle in unzähligen Farbvarianten, mit Benzin-Motoren von 50 bis 850 cm3 oder E-Antrieb und Preisen von 2'000 bis 14'000 Franken.

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ROLLER: GROSSES ANGEBOT

Die CH-Scooter-Angebotspalette umfasst über 200 Modelle in unzähligen Farbvarianten, mit Benzin-Motoren von 50 bis 850 cm3 oder E-Antrieb und Preisen von 2'000 bis 14'000 Franken.

 

50/125er Roller Kategorie A1: Mehr als nur kleine Flitzer!

Roller mit 50 cm3- und 125 cm3-Motoren sind stückzahlmässig die erfolgreichsten Scooter-Kategorien. Sitzbank für zwei Personen, guter Wetterschutz, Helmstaufach, Blinker, zwei Aussenspiegel und Tacho mit integrierter oder separater Benzinstandsanzeige sind Serie, die Bedienung ist dank elektrischem Anlasser und Automatikgetriebe sowie ausgeprägter Handlichkeit kinderleicht. Die Preisspanne reicht von 2'000 bis 6’500 Franken, die Kilometerkosten betragen bei 5'000 km pro Jahr je nach Modell 30 bis 35 Rp. Die Leistung beträgt maximal 11 kW bzw. 15 PS, das Angebot reicht vom anspruchslosen Alltagsroller über den schlanken Sportflitzer bis hin zur luxuriös ausgestatteten Komfortsänfte.

 

  • Ideal für Kurzstreckeneinsatz von 1 bis 20 km (50 cm3) bzw. bis 50 km (125 cm3)
  • Günstig in Anschaffung und Unterhalt; günstigstes Motorfahrzeug für Zweipersonenbetrieb; Verbrauch 2,5 bis 3,5 L/100km
  • Sehr wendig, geringer Platzbedarf, problemloses Handling dank geringem Gewicht

 

Nach oben kaum Grenzen gesetzt!

Roller mit mehr als 125 cm3 Hubraum gibt es einerseits als günstige 250er, 300er oder 400er oder als potente Scooter mit bis zu 850 cm3. Automatik- oder Doppelkupplungs-Getriebe sind auch in dieser Klasse Standard. In der Oberklasse wird Luxus pur geboten: Die Palette reicht je nach Modell vom Staufach für zwei Integralhelme, per Knopfdruck automatisch aus- und einfahrendem Zentralständer, höhenverstellbarer Frontscheibe, elektrisch einklappbaren Rückspiegeln bis zum Anschluss für Rasierapparat, Handy und Laptop.

 

  • Mittelklasse-Roller mit Triebwerken von 250 bis 400 cm3 sind ideale Fahrzeuge für den kombinierten Stadt- und Landstrassen-Einsatz.
  • Hubraumstarke Roller mit 500 bis 850 cm3 brillieren mit motorradähnlichen Fahrleistungen und sind auch für längere Reise-Etappen, Alpenfahrten und Autobahn-Trips im Zweipersonen-Betrieb bestens geeignet. Dank langem Radstand und für Roller-Verhältnisse grossen Rädern verfügen sie über komfortable Fahreigenschaften mit präzisem Lenkverhalten
  • Umfangreiche Ausstattung
  • In der Regel breiter, länger und schwerer als 50/125er Roller, deshalb im Stadtverkehr etwas weniger handlich als die kleineren Modelle
  • Unterhaltskosten: je nach Modell und Hubraum leicht höher als bei einem 125er Roller bis hin zu Motorrad-Niveau

 

Sicherheit gross geschrieben!

Allen Kategorien gemeinsam sind grosse Fortschritte bezüglich Sicherheit: Kräftige und leicht zu bedienende Scheibenbremsen sind heute selbstverständlich, in der Oberklasse und bei den 125er Modellen auch ABS. Reifenhersteller haben speziell für Roller geeignete Mischungen und Karkassen entwickelt, die stark auf den Erfahrungen aus dem Motorradsektor beruhen und den gestiegenen Anforderungen in Sachen Grip, Brems- und Nässeverhalten Rechnung tragen.

 

Ähnliches gilt für die Fahrwerke. Fahrstabilität und Federungsverhalten sind heute auf Topniveau, wackeliges Fahrverhalten und miserable Bremseigenschaften à la 50er und 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts sind längst Geschichte. Grosszügig dimensionierte Teleskopgabeln und Zentralfederbeine federn und dämpfen erstklassig und kommen auch mit Schlaglochstrecken und Feldwegen klar.

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24.03.2017

BRANCHENPORTRAIT: MOTORRADBRANCHE SCHWEIZ 

Die CH-Motorradbranche (Motorrad und Roller) besteht aus drei Sparten:

  • Importeure
  • Händler/Garagen
  • Peripherie-Dienstleister
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BRANCHENPORTRAIT: MOTORRADBRANCHE SCHWEIZ

Die CH-Motorradbranche (Motorrad und Roller) besteht aus drei Sparten:

  • Importeure, die die Fahrzeuge, Ersatzteile und Ausrüstung (Töffbekleidung/Zubehör) von den Herstellern in Fernost, Europa und den USA importieren.
  • Händler/Garagen, die die Fahrzeuge plus Ausrüstung an die Schweizer Motorrad- und Roller-Interessenten verkaufen und für den Serviceunterhalt besorgt sind.
  • Peripherie-Dienstleister wie z. Bsp. Tankstellen (Treibstoff), Versicherungsanbieter (Motorradversicherung), Fahrlehrer, Fachmagazine etc..

 

Mit dem Verkauf von neuen Motorrädern und Rollern sowie Occasionen* erzielt die Motorrad- und Rollerbranche die Hälfte ihres Jahresumsatzes von 1.1 Milliarden Franken. Mit Servicearbeiten, Ersatzteilen, Reifen, Zubehör und Bekleidung generieren Importeure und Handel die restlichen 50%.

 

Umsatz 2016 Motorrad- und Rollerbranche Schweiz:

 

 

Betrag CHF

Anteil in %

Neuverkäufe Motorrad & Roller

  389'400'000.00

35.14

Occasionen Motorrad & Roller (ohne Privathandel)

  181'000'000.00

16.30

Total Fahrzeug-Verkauf

  570'400'000.00

51.44

 

 

 

Service/Reparaturen

  226'875'000.00

20.50

Ersatzteile

    67'085'000.00

6.05

Reifen

  102'070'000.00

9.21

Total Service, Ersatzteile, Reifen

  396'030'000.00

35.76

 

 

 

Zubehör

63'160'000.00

5.70

 

 

 

Bekleidung / Fahrer-Ausrüstung

78'645'000.00

7.10

 

 

 

 

 

 

TOTAL

1'108'235'000.00

100.00

 

Die Importeursfirmen beschäftigen je nach Marktgewicht ihrer Produkte 5 bis 40 Personen und verfügen je nach Importeur/Marke über Lagerhallen, Werkstattbereich für Garantiearbeiten, Marketingabteilung und Administration. Die Händlerbetriebe sind typische Schweizer KMU’s mit 2 bis 10 Beschäftigten, einzelne grosse Händler bieten Arbeitsplätze für 50 und mehr Personen.

 

Im Branchen-Importeursverband „motosuisse“ sind 21 Importeursfirmen vereint, der Händlerverband „2rad Schweiz“ zählt 700 Mitgliederfirmen.

 

Die Schweiz – ein Motorrad-Paradies

Kein anderes Land in Europa verfügt über eine so hohe Motorrad - Pro Kopf - Dichte. Der Motorrad-Boom setzte Ende der Sechziger Jahre im vorigen Jahrhundert ein. Damals überraschten japanische Hersteller die totgeglaubte Motorradszene mit mehrzylindrigen, starken Motorradmodellen und legten damit die Basis für den heute anhaltenden Lifestyle-Motorradtrend. Motorrad fahren gilt als schick und wird nicht mehr mit ölverschmiertem Outfit und herbem Sprachschatz assoziiert. Die Immatrikulationsstatistik zeigt ein für die Branche erfreuliches Bild: 1990 waren 286'600 Motorräder und nur gerade 12'370 Roller auf Schweizer Strassen unterwegs. Heute sind es 435'000 Motorräder und 274'000 Roller – ein Plus von 52 % bei den Motorrädern und ein sattes Plus von 2125 % bei den Rollern.

 

Motorrad und Roller – zwei Fahrzeugkategorien mit  unterschiedlichem Fokus

Ist es bei den Motorrädern bzw. bei deren Besitzern der Hauch des Abenteuers, der Freiheit und des Lifestyles, der zum Kauf animiert, reichen zum Rollerkauf profanere Anreize: verstopfte Städte, wenig Parkplatzmöglichkeiten für Autos, günstiger Kaupfpreis, geringe Unterhaltskosten, im Vergleich zum Auto wenig Benzinverbrauch, Helmstaufach, Automatikgetriebe, einfache Bedienung und partieller Wetterschutz machen den Roller zum idealen Stadt-/Agglomerations-Fahrzeug. Im Durchschnitt legen Roller- und Motorradfahrer in der Schweiz pro Jahr zwischen 3'000 bis 5'000 km zurück.

 

Elektro-Töffs und -Roller werden von diversen Anbietern auf dem Schweizer Markt angeboten, die verkauften Stückzahlen sind jedoch noch gering. Mit steigender Reichweite und tieferen Preisen dürfte mittel- und langfristig auch die Nachfrage in diesem Segment steigen.

 

Die Motorrad/Roller Statistik der neu verkauften Fahrzeuge zeigte in den letzten 5 Jahren folgende Zahlen:

 

Jahr

Motorrad

Roller

Total

2012:

23'464

22'140

46'710

2013:

21'645

22'579

44'223

2014:

23'341

21'383

44'724

2015:

27'306

21'507

48'813

2016:

26'391

19’506

45’897

 

 

Wetter und Konjunktur beeinflussen den Markt

Der Motorrad/Rollermarkt ist ein typischer „Outdoormarkt“: Ein paar wettermässig schöne Wochenenden mehr oder weniger oder ein schöner oder weniger schöner Frühling/Sommer beieinflussen den Geschäftsgang. Wird weniger gefahren, braucht es weniger Serviceleistungen, Ersatzteile, Zubehör und Bekleidung. Dies spürt die gesamte Branche  unmittelbar.

 

Auch die wirtschaftliche Grosswetterlage ist ein gewichtiger Faktor: Die Eurokursentwicklung zu Beginn der Saison 2015 hat sich auch auf den Motorrad/Rollermarkt ausgewirkt: Viele Importeure verzeichneten grosse Abschreiber auf bereits am Lager stehende und/oder schon in Fremdwährung bezahlte Fahrzeuge.

Preissenkungen wurden, wo möglich, von den Importeuren rasch an den Detailhandel weitergegeben. Wegen den relativ höheren Faktorkosten in der Schweiz konnte diese Eurokurs bedingte Preissenkung jedoch nicht zu 100 Prozent an die Kunden weitergegeben werden. Je nach Importeur und Einkaufsmodus sind die Motorrad/Roller-Importeure EUR/CHF oder USD/CHF abhängig. Deshalb stehen für Preissenkungen ganz unterschiedliche oder im Einzelfall auch nur wenig Spielräume offen.

 

Viele Kunden profitierten 2015 von den günstigen Preisen und zogen einen erst für 2016 geplanten Motorradkauf zeitlich vor, was sich in den Verkäufen deutlich niederschlug. Dank den tieferen Preisen konnte der Auslandeinkauf von Motorrädern und Rollern gebremst werden. Dieser lag vor der Preissenkung in besorgniserregendem Rahmen. Fahrzeuge sind unterhaltsintensiv. Die meisten Kunden schätzen gute und umfassende Händlerdiensteistungen und sind bereit, dafür einen angemessenen Preis zu bezahlen. Dieser darf leicht höher sein als im Euroraum, aber die Schmerzgrenze nicht überschreiten. Der Motorradhandel reagiert bewusst und sensibel auf dieses Thema und ist damit bisher gut gefahren.

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28.02.2017

TÖFFSAISON-START: TIPPS FÜR MEHR FAHRSPASS 

Mit guter Ausrüstung, technisch einwandfreiem Töff und körperlicher und geistiger Fitness macht Motorradfahren Spass. Tipps der Schweizerische Fachstelle für Zweiradfragen SFZ für einen guten Saisonstart.

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TÖFFSAISON-START: TIPPS FÜR MEHR FAHRSPASS

Mit guter Ausrüstung, technisch einwandfreiem Töff und körperlicher und geistiger Fitness macht Motorradfahren Spass. Tipps der Schweizerische Fachstelle für Zweiradfragen SFZ für einen guten Saisonstart.

Töfffahren stellt höhere Anforderungen an Konzentration und Fitness als Autofahren.

  • Wer fit und ausgeruht auf den Töff steigt, fährt entspannter und sicherer.
  • Vorausschauende Fahrweise heisst nicht langsam fahren, sondern geistig aktiv fahren.
  • Wichtig beim Töffkauf: Töff und FahrerIn müssen zueinander „passen“: eine Probefahrt mit mehreren Maschinen liefert wichtige Erkenntnisse.

 

Gute Fahrerausrüstung: ein Muss

Mit einer guten Ausrüstung fährt man komfortabel und sicher. Nur mit Flipflops und T-Shirt bestückt auf den Töff – ein no-go! Motorradstiefel, -Jacke, -Handschuhe und geprüfter Helm bilden die Minimalausrüstung. Mehr Sicherheit bieten Hose/Kombi aus Leder oder Sicherheitsgewebe mit Protektoren sowie ein Rückenprotektor.

  • Wichtig: Beim Motorradkauf die Anschaffungskosten der Ausrüstung einkalkulieren.
  • Beim Helmkauf auf perfekte Passform achten, ein gut sitzender Helm erhöht das Fahrvergnügen.
  • Wenn möglich den Helm vor dem Kauf eine halbe Stunde auf dem Kopf tragen und auf einer Probefahrt allfällig störende Windgeräusche feststellen.
  • Helm nach 5 bis 6 Jahren auswechseln.

 

Periodischer Service:

Längere Lebensdauer Ein gut gewartetes Motorrad fährt perfekt und über tausende von Kilometern. Die vom Fahrzeughersteller festgesetzten Service-Intervalle beachten/einhalten.

  • Wichtig vor dem Saisonstart: ein Check beim Fachhändler deckt allfällige Defekte auf, bevor diese die Fahrfreude vermiesen.

 

Weiterbildung: macht Spass und wird finanziell unterstützt

Wer besser fährt, hat mehr Spass am Fahren und fährt sicherer. Kursangebote finden sich im Internet unter dem Suchwort „Motorrad Weiterbildungskurse"

  • Man kann immer dazu lernen: Weiterbildungskurse sind auch für geübte Motorradfahrer empfehlenswert.

 

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16.01.2017

NEUZULASSUNGEN 2016: AUF HOHEM NIVEAU

Die Rekordzahl von 2015 bei den Motorrad-Neuzulassungen konnte 2016 erwartungsgemäss nicht ganz erreicht werden: Mit 26’391 verkauften neuen Motorrädern wurde jedoch das zweitbeste Branchenergebnis der letzten 20 Jahre erzielt.

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NEUZULASSUNGEN 2016: AUF HOHEM NIVEAU

Die Rekordzahl von 2015 bei den Motorrad-Neuzulassungen konnte 2016 erwartungsgemäss nicht ganz erreicht werden: Mit 26’391 verkauften neuen Motorrädern wurde jedoch das zweitbeste Branchenergebnis der letzten 20 Jahre erzielt.

 

2015 sorgten tiefe Preise wegen der Aufhebung des Mindestkurses des Schweizer Frankens gegenüber dem Euro sowie das traumhaft schöne Sommer- und Herbstwetter für eine hohe Nachfrage nach Motorrädern. Das damalige Rekordverkaufsergebnis konnte 2016 nicht ganz erreicht werden. Mit 26’391 Neuverkäufen – minus 3.4 % – blieb das Ergebnis allerdings über den Erwartungen des Handels. Vor dem Hintergrund des vergangenen nassen Frühlings- und Sommerwetters ist das Resultat als sehr positiv zu werten.

 

Hubraumstarke Maschinen weiterhin im Trend

Von den 26'391 neu verkauften Motorrädern 2016 verfügen 20'864 bzw. 79 % über mehr als 500 cm3 Hubraum. 2015 betrug dieser Anteil noch 75%. Besonders gefragt waren grossvolumige Touringmaschinen und sportliche Mittelklasse-Bikes mit 600 bis 1'000 cm3 Hubraum. Auch Custom- und Klassic-Bikes sowie Cruiser-Modelle wurden gut nachgefragt. Bei den Elektro-Motorrädern (ohne Roller) stiegen die Stückzahlen von 83 Stück im Jahr 2015 auf 113 Einheiten im Jahr 2016, anteilmässig liegen sie jedoch nur bei knapp 0.5 %. Grund für die zur Zeit noch schwache Nachfrage sind die zu geringe Reichweite und relativ hohe Preise.

 

Mehr junge Käufer

Während Jahren kämpfte die Motorradbranche mit fehlenden Jungkäufern. In den letzten zwei, drei Jahren stellen Importeure und Händler ein steigendes Interesse dieser Altersklasse am Motorrad fest. Die Gründe dafür sind günstige Preise bei Einsteiger- und Mittelklasse-Maschinen, attraktive neue Urban-Bikes, die Verkehrsdichte in Innenstädten und Agglomerationen sowie der allgemeine Trend zu Lifestyle und Erlebnis.

 

Weniger Roller-Verkäufe

2016 wurden 19’506 neue Roller verkauft, 9.7 % weniger als im Vorjahr. Scooter werden – anders als die Motorräder – viel eher spontan gekauft. Schlechtes Wetter drückt deshalb stärker auf die Kauflust. Die Elektroroller legten von 405 auf 534 Stück zu, ihr Anteil an den Roller-Neuverkäufen beträgt neu 2.7 % (2015: 1.8%).

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