TÖFF- UND ROLLER-TYPOLOGIE

Strassensupersportmotorrad
Motorräder mit sportlichem Einschlag für reinen Strassen-Einsatz, abgeleitet in der Regel von echten Racing-Maschinen. Die meisten Modelle sind vollverschalt oder mit Halbverschalung (Lenkerpartie) ausgerüstet. Sehr sportliche Sitzposition, Fahrwerk sportlich straff, Motorcharakteristik: drehfreudig, hohe Leistung. Motoren mit zwei, drei- oder vier Zylindern. Vertreten in mittleren und oberen Hubraumklassen.


Strassensportmotorrd
Sportlich, aber nicht supersportlich, d.h. Motor, Fahrwerk, Sitzposition und Handling unterliegen nicht dem reinen Brachial-Sportbegriff, sondern sind eine Spur "sanfter" konzipiert. Ideal für problemlosen Alltagseinsatz verbunden mit sportivem Touch. Ein-, Zwei-, Drei- oder Vierzylinder-Motoren, unzählige Ausführungsvarianten, vollverschalt oder mit Halbschale.


Touringbike
Verschalte und unverschalte Motorräder mit komfortbetonten Charakter für grössere Touren und Reisen. Komfortable Sitzposition, Fahrwerk abgestimmt für entspanntes, aber trotzdem zügiges Fahren. Komplett-Ausrüstung, in den höheren Preisklassen auch mit Seitenkoffern und Topcase sowie Radio/CD-Player. Vertreten vor allem in den grösseren Hubraumkategorien.


Chopper
"To chop = abschneiden": Ursprünglich von den "Easy-Rider-Maschinen" abstammende, nur mit dem Nötigsten ausgestattete Maschinen mit kurzem Heck und hohem Lenker. Heute in mannigfacher Form gebaute Motorräder fürs gemütliche Dahingleiten. Einzelsitz oder Stufensitzbank, breiter Lenker, tropfenförmiger Tank. Motor meistens als V2-Zylinder-Triebwerk konzipiert.


Cruiser
Grossvolumige, wuchtige Motorräder für entspanntes Dahingleiten, meist üppig ausgestattet. Verwandt zum Touringbike, Abgrenzung oft schwierig. Motoren mit zwei bis sechs Zylindern. Motorcharakteristik: kraftvoll, leise, seidig, vergleichbar mit einem Automotor der gehobenen Mittel- oder Luxusklasse.


Classic & Vintage Bike
Motorräder im Look von gestern, aber mit moderner Technologie. Für Leute, die nostalgisches Design, aber auch Zuverlässigkeit und Sicherheit schätzen und ihre Freizeit nicht – wie oft bei Oldtimern der Fall – statt mit Fahren mit Reparieren verbringen wollen.


Streetfighter
Sportliches Strassenmotorrad ohne Verschalung, meist mit kleinem Scheinwerfer-Windshield; breiter Lenker, kurzer Radstand. Erhältlich als Varianten mit 2-, 3- oder Vierzylinder-Triebwerken. Kurze Federwege, agiles Handling, ideal für winklige Landstrassen-Trips oder kurzweilige Abstecher über den Pass...


Adventure Bike
Alleskönner für Strassenbetrieb und Schotterstrassen. Hohe, aufrechte Sitzposition, komfortable Federung/Dämpfungs-Abstimmung. Mannigfache Modell-Variationen von der sportlich konzipierten leichten Solomaschine bis hin zur hubraumstarken 2 Personen Komfortsänfte mit Komplettausrüstung. Motoren mit einem, zwei oder drei Zylindern und Hubräumen zwischen 125 und 1400 cm3.


Enduro
Kompromisslos für den Wettbewerbseinsatz konzipierte Maschine mit Zwei- oder Viertaktmotor, meist als Kopie von reinen Motocross-Maschinen abgeleitet. Weil Enduro-Wettbewerbe zum grössten Teil auf öffentlichen Strassen durchgeführt werden, sind die Enduros mit Strassenzulassung und der dadurch bedingten Minimal-Strassenausrüstung (Licht, Blinker, Tacho, Kotflügel, Schloss) ausgerüstet.


Motocross
Für den reinen Gelände-Wettbewerbseinsatz konzipierte Maschinen ohne Strassenzulassung. Leicht, wendig, handlich, mit stark profilierten Stollenreifen. Hohe spezifische Motorleistung, spitze Leistungscharakteristik. Motoren von 125 bis 650 cm3.


Trialmotorräder
Nicht auf Schnelligkeit, sondern auf Geschicklichkeit des Fahrers fokussierte Wettbewerbsmotorräder für indoor und outdoor Veranstaltungen. Motoren mit viel Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen. Stollenreifen mit wenig Luftdruck für optimalen Grip auf losem Untergrund und für die Überquerung massiver Hindernisse wie Steinblöcke, Baumstämme etc.


Roadracing
Motorräder für den Renneinsatz auf Rundkursen. Technisch fokussiert auf maximale Motorleistung und hohe Geschwindigkeit. Technisch anspruchsvolle Maschinen, bei denen der Konstrukteur die Balance zwischen optimalster Performance und Zuverlässigkeit während der Renndistanz finden muss. Kategorien und Rennserien von 125 bis 1'000 cm3.


Gespanne
Motorräder mit Seitenwagen, bei denen das Fahrwerk so abgeändert wurde, dass ein Solobetrieb nach Demontage des Seitenwagens nicht möglich ist (Autoräder/Reifen, andere Geometrie etc.). Das Fahrverhalten eines Gespanns ist mit jenem des Motorrades nicht vergleichbar und das Pilotieren verlangt vom Fahrer ein völliges 'Umdenken' (was nach einer kurzen Eingewöhnungszeit automatisch vonstatten geht).


Trikes
Zwitter aus Motorrad und Auto: vorne weit ausladende Gabel, hoher Lenker, Platz für zwei hintereinander sitzende Personen, Motor im Heck, Hinterradantrieb mit zwei Rädern.


Roller 50 - 125 cm3
Elegante, günstige, sparsame, vollverschalte Fahrzeuge mit relativ gutem Wetterschutz. Ideal für den Einsatz im Kurzstrecken-/Agglomerations- und Stadtverkehr. Dank Vollautomatik und Anlasser kinderleicht zu bedienen. Motoren: Zwei- oder Viertakter mit 50 bis 125 cm3 Hubraum.


Mittelklasse-Roller 250 - 400 cm3
Mittelklasse-Roller mit guten Fahreigenschaften und ansprechendem Leistungspotential, welches auch längere Landstrassen-Etappen und gelegentliche Autobahnfahrten ermüdungsfrei ermöglicht. Üppig ausgestattet, komfortabel, sehr geeignet für Zweipersonenbetrieb.


Oberklasse-Roller 401-800 cm3
Roller mit sehr guten Fahreigenschaften und motorradähnlichem Leistungspotential. Dank langem Radstand sehr stabiler Geradeauslauf, üppige Platzverhältnissen für Fahrer und Beifahrer, auch für lange Routen, Alpenpässe und Autobahn bestens geeignet. Motoren mit 400 bis 650 cm3, Automatikgetriebe, reichhaltige Komfortausstattung.


Quad
Vierräderige Zwitterfahrzeuge zwischen Auto und Motorrad. Technisch verwandt mit Motorrad. Zentrale Sitzposition, Steuerung via Lenker. Grobstollige Breitreifen.