moto-suisse Vereinigung der Schweizer Motorrad- und Roller-Importeure,Medienmitteilungen 2026
 

20.03.2026: PRÄSIDENTENWECHSEL BEI MOTOSUISSE:
IVO GROSSENBACHER FOLGT AUF JÖRG BUCHER
  

"ES IST ZEIT FÜR EINE NEUE GENERATION"

(SFMR) Die diesjährige Generalversammlung des Motorrad-, Roller- und Zubehör-Importeurs-Verbandes motosuisse wählte ihren bisherigen Geschäftsführer Ivo Grossenbacher (36) einstimmig zu ihrem neuen Präsidenten und Nachfolger des in Pension gehenden Jörg Bucher (66). «Es ist Zeit, dass eine neue Generation die Leitung des Verbandes übernimmt», erklärte Bucher bei seiner Verabschiedung. Er übergibt dem neuen Präsidenten einen finanziell gesunden Verband mit klarer Struktur, der eine Branche in einem konstant wachsenden, attraktiven Markt vertritt.

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PRÄSIDENTENWECHSEL BEI MOTOSUISSE:
IVO GROSSENBACHER FOLGT AUF JÖRG BUCHER
  

"ES IST ZEIT FÜR EINE NEUE GENERATION"

(SFMR) Die diesjährige Generalversammlung des Motorrad-, Roller- und Zubehör-Importeurs-Verbandes motosuisse wählte ihren bisherigen Geschäftsführer Ivo Grossenbacher (36) einstimmig zu ihrem neuen Präsidenten und Nachfolger des in Pension gehenden Jörg Bucher (66). «Es ist Zeit, dass eine neue Generation die Leitung des Verbandes übernimmt», erklärte Bucher bei seiner Verabschiedung. Er übergibt dem neuen Präsidenten einen finanziell gesunden Verband mit klarer Struktur, der eine Branche in einem konstant wachsenden, attraktiven Markt vertritt.

 

534‘000 Motorräder und 286‘000 Roller sind aktuell im Kurvenparadies Schweiz bei den Strassenverkehrsämtern registriert und werden vorwiegend in der Freizeit von einem breiten Spektrum der Bevölkerung mit Vorliebe über kurvige Hügel- und Bergstrassen gelenkt. Die wichtigsten 28 Importeure aus der Fahrzeug-, Zubehör- und Bekleidungsbranche sind im Branchenverband motosuisse zusammengeschlossen, welcher die wirtschaftlichen, politischen und medialen Aspekte der schweizerischen „Töff-Branche“ betreut und nach aussen vertritt.

 

2021 übernahm Jörg Bucher (66) das Präsidentenamt. Die wichtigsten Herausforderungen während seiner Amtszeit waren die wirtschaftlich und organisatorisch anspruchsvollen Corona-Jahre 2021/2022 sowie die langjährigen und harten Debatten bei der auf den 1. Januar 2021 in Kraft gesetzten Führerschein-Revision. „Jetzt ist die Zeit gekommen, die Geschicke des Verbandes in jüngere Hände zu übergeben“, erklärte der in den verdienten Ruhestand tretende Bucher. „Mit dem bisherigen Geschäftsführer Ivo Grossenbacher haben wir einen perfekt geeigneten Nachfolger gefunden, der sich als Anwalt im heute immer anspruchsvolleren rechtlichen Regelwerk und auch im politischen Gefüge bestens auskennt.“

 

Auf den neuen Präsidenten Ivo Grossenbacher (36) und motosuisse warten neue Herausforderungen. Aktuell bereiten die hohen Unfallzahlen bei den jungen Neueinsteigenden Sorgen und verlangen auch aus der Sicht des Branchenverbandes für Nachbesserungen bei der Ausbildung. Zudem weiss im Moment noch niemand, wie die anhaltenden geopolitischen Unruhen mittel- und langfristig das Konsumverhalten im Freizeitsektor und damit den Markt beeinflussen werden. Und wie immer bei Saisonbeginn werden auch die Diskussionen und Medienberichte über übermässige Lärmemmissionen wieder aufflammen beziehungsweise zahlreicher werden. „Langweilig wird mir mit Sicherheit nicht werden“, betont der neue Präsident, „aber ich kann in Vorstand und Verband auf tatkräftige Unterstützung von Personen mit hoher Fachkompetenz vertrauen.“

 

 

 

 

 

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11.03.2026: INTERVIEW MIT JÖRG BUCHER, PRÄSIDENT DES IMPORTEURSVERBANDES MOTOSUISSE

" DIE SCHWEIZ IST ALS MOTORRADLAND PRÄDESTINIERT "

(SFMR) Trotz einem wirtschaftlich und geopolitisch angespannten Umfeld bewegt sich der Schweizer Motorrad- und Rollermarkt seit Jahren auf einem konstanten hohen Niveau. 2025 wurde die Barriere von 50‘000 Neuzulassungen mit einem Plus von 3,13 Prozent erneut durchbrochen. Jörg Bucher (65), Präsident des Schweizer Importeurs-Verbandes motosuisse, kennt die Hintergründe für den Erfolg und beleuchtet im Interview die aktuelle Lage der Zweiradbranche.

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11.03.2026: INTERVIEW MIT JÖRG BUCHER, PRÄSIDENT DES IMPORTEURSVERBANDES MOTOSUISSE

"DIE SCHWEIZ IST ALS MOTORRADLAND PRÄDESTINIERT"

(SFMR) Trotz einem wirtschaftlich und geopolitisch angespannten Umfeld bewegt sich der Schweizer Motorrad- und Rollermarkt seit Jahren auf einem konstanten hohen Niveau. 2025 wurde die Barriere von 50‘000 Neuzulassungen mit einem Plus von 3,13 Prozent erneut durchbrochen. Jörg Bucher (65), Präsident des Schweizer Importeurs-Verbandes motosuisse, kennt die Hintergründe für den Erfolg und beleuchtet im Interview die aktuelle Lage der Zweiradbranche.

 

Angesichts der erfreulichen Zulassungszahlen der vergangenen Jahre muss bei Ihnen und ihren Verbandsmitgliedern viel Freude herrschen. Wo liegen die Gründe für den Erfolg?

Jörg Bucher: Die Schweiz war schon immer ein Motorradland und das motorisierte Zweirad ist in allen Schichten der Bevölkerung breit verankert. Heute beträgt der Bestand an eingelösten Zweirädern mehr als eine halbe Million Motorräder und rund 300'000 Roller. Ob Motorrad für die Freizeit oder Roller als Transportfahrzeug für den Arbeitsweg: Frau und Herr Schweizer waren und sind gerne auf zwei Rädern unterwegs. Die hügelig-bergige Landestopographie ist zum Motorradfahren geradezu prädestiniert, und die in den vergangenen Jahren kürzeren Winter sowie längeren und wärmeren Frühlings- und Herbstperioden haben uns auch in die Hände gespielt. Zudem wird heute ein Motorrad im Unterschied zum Automobil fast ausschliesslich für das Freizeitvergnügen genutzt, auch in vergleichbaren Branchen wie Tourismus oder Fernreise-Flugverkehr sind die Zahlen gut.

 

Dennoch hat sich der Zweiradmarkt in den vergangenen Jahren stark verändert.

Jörg Bucher: Das hat mit der auf 1. Januar 2021 eingeführten neuen Führerscheinverordnung zu tun. Die Änderungen haben sofort Wirkung gezeigt. Die Verkäufe in der neu ab 16 Jahren zugelassenen, Europa-kompatiblen 125er Klasse mit leistungsbeschränkten 15 PS-Motorrädern sind geradezu explodiert. Die Zulassungen sind anfänglich um das Fünffache gestiegen und haben sich heute auf einem Niveau eingependelt, wie wir es auch seit Jahren in Deutschland, Frankreich, Italien oder Spanien beobachten. Insbesondere in ländlicher Umgebung sind die kosten- und unterhaltsgünstigen 125 cm3-Fahrzeuge dank ihrem multifunktionalen Charakter für viele eine attraktive Alternative zu den öffentlichen Verkehrsmitteln.

 

 

Angesichts der gestiegenen Unfallzahlen bei dieser 125er-Jugend seit der Führerscheinöffnung ab 16 Jahren werden aktuell beim Gesetzgeber flankierende Massnahmen diskutiert.

Jörg Bucher: Die gestiegenen Unfallzahlen sind die Kehrseite der Öffnung, was jedoch angesichts der explosionsartig gestiegenen Neuzulassungen in der zuvor praktisch inexistenten Klasse kaum zu verhindern war. Der politische Druck ist gross, obwohl die Unfallzahlen im Vergleich zu den Neuzulassungen nicht überproportional zugenommen haben. Eine vom Bundesrat eingesetzte Expertenkommission, in der auch motosuisse vertreten ist, diskutiert nun mögliche Massnahmen. Wir unterstützen vor allem Anpassungen bei der Praktischen Grundschulung. Diese sollte möglichst früh erfolgen und spätestens drei Monate nach Erhalt des Lernfahrausweises abgeschlossen sein. Ein Teil davon sollte zwingend vor dem ersten freien Fahren im Verkehr absolviert werden, ebenso ein dem jugendlichen Charakter angepasster theoretischer Verkehrskunde-Kurs über die Gefahren und Besonderheiten beim Betrieb eines motorisierten Zweirads im Verkehr. Eine Rücksetzung des Mindestalters von 16 auf 18 Jahre lehnt motosuisse hingegen im europäischen Kontext als anachronistisch sowie jugendfeindlich ab.

 

Gleichzeitig zur Öffnung der 125er Klasse ab 16 Jahren wurde der direkte Zugang zu den «schweren Brummern» der Oberklasse blockiert. Das dürfte das Marktgefüge ebenfalls stark beeinflusst haben.

Jörg Bucher: Richtig. Geichzeitig mit der Öffnung der 125er Klasse für die Jugend wurde der Direkteinstieg ab 25 Jahren gestrichen. Neueinsteiger müssen seither, egal welchen Alters, zuerst zwei Jahre ein maximal 35 kW bzw. 48 PS starkes Motorrad lenken, bevor sie auf ein leistungsmässig unbeschränktes Fahrzeug steigen dürfen. Dieser notwendige Umweg hat die auf die Oberklasse spezialisierten Marken hart getroffen. Der Rückgang an neu zugelassenen Motorrädern ab 1000 cm3 Hubraum hat seit der Führerscheinänderung um rund einen Drittel abgenommen. Umsatzmässig ist einiges weggebrochen, denn naturgemäss liegen in dieser technisch und Ausstattungsmässig aufwändigen Oberklasse auch die Preise höher als in den niedrigeren Hubraumklassen. Der Trend hin zur günstigeren 48 PS-Mittelklasse mit 500 cm3 bis 1000 cm3 Hubraum ist unübersehbar.

 

Exakt in diesen beiden Neueinsteiger-Klassen mit 15 bzw. 48 PS sind in den letzten Jahren Hersteller aus China immer stärker aktiv geworden.

Jörg Bucher: Die wachsende Präsenz der chinesischen Zweiradhersteller ist bei uns längst Realität. Inwiefern die Qualität mit der arrivierten Konkurrenz aus Europa, Japan und Übersee mithalten kann, kann nicht generalisierend beantwortet werden. Tatsache ist, dass die Marktanteile der China-Marken stetig wachsen, 2025 schafften mehrere China-Brands den Sprung in die Top 20 der Markenhitparade. Doch nicht nur China, sondern auch die gigantische Motorradindustrie Indiens drängt nach Europa. Für alle traditionellen Motorradhersteller ist diese Entwicklung eine grosse Herausforderung,

 

Stichwort Elektrifizierung: Die Zulassungszahlen von E-Motorrädern sind verschwindend gering. Lehnen die Töfffahrenden diese Alternative zum Verbrenner grundsätzlich ab?

Jörg Bucher: Nein, ganz sicher nicht. Aber ein Motorrad ist kein Automobil. Es wird zur Hauptsache in der Freizeit und dabei auf Mittel- und Langstrecken eingesetzt. Doch wo soll der für eine vernünftige Reichweite notwendige Strom untergebracht werden beziehungsweise wo sollen die grossen Batterien bei einem verhältnismässig so kleinen Fahrzeug hin? Und  wo  sind die Lademöglichkeiten auf typischen Motorradstrecken wie  Pässen und Landstrassen? Kurz: Bevor die Wissenschaft, die Industrie und auch die Politik keine vom Preis-/Leistungsverhältnis her attraktiven oder zumindest akzeptablen Lösungen für die spezifischen Anforderungen des Motorrads bieten können, werden Elektro-Motorräder kaum über den Exoten-Status hinauskommen. Etwas anders sieht es bei den im urbanen Bereich eingesetzten Klein-Rollern aus, hier wird mittlerweile fast jedes fünfte Neufahrzeug elektrisch angetrieben. Dabei muss jedoch berücksichtigt werden, dass ein grosser Teil dieser neuen E-Scooter von der Post und anderen Kurier- und Lieferdiensten auf klar definierten Strecken eingesetzt wird.

 

 

Zum Abschluss: Was erwarten Sie als motosuisse-Präsident vom Motorrad-Verkaufsjahr 2026?

Jörg Bucher: Das Wetter, welches die Verkaufszahlen naturgemäss beeinflusst, sowie die Entwicklung der wirtschaftlichen und geopolitischen Lage können wir nicht beeinflussen. Aber wir sind zuversichtlich, dass wir die Vorjahreszahlen zumindest halten, eventuell sogar etwas steigern können. Gravierende Verschiebungen werden wir kaum sehen, aber Trends wie die Verschiebung von den Ober- in die Mittelklasse oder der wachsende Einfluss der chinesischen und indischen Zweiradindustrie werden sich fortsetzen.

 

 

 

 

 

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11.03.2026: BEGINN DER SCHWEIZER MOTORRADSAISON  

DER TÖFF-SAISONSTART IST BEREITS ERFOLGT

(SFMR) Dank dem sonnig-warmen Märzbeginn haben nicht wenige Schweizer Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer den Töff-Winterschlaf bereits beendet und die Möglichkeit zur ersten kurzen oder ausgedehnten Tour der neuen Zweiradsaison mit Freude genutzt. Bevor jedoch der Startknopf am Lenker gedrückt wird, empfehlen Fachleute ein paar Checks zur Stärkung der Fitness von Fahrzeug und Besatzung.

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11.03.2026: BEGINN DER SCHWEIZER MOTORRADSAISON  

DER TÖFF-SAISONSTART IST BEREITS ERFOLGT

(SFMR) Dank dem sonnig-warmen Märzbeginn haben nicht wenige Schweizer Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer den Töff-Winterschlaf bereits beendet und die Möglichkeit zur ersten kurzen oder ausgedehnten Tour der neuen Zweiradsaison mit Freude genutzt. Bevor jedoch der Startknopf am Lenker gedrückt wird, empfehlen Fachleute ein paar Checks zur Stärkung der Fitness von Fahrzeug und Besatzung.

 

Mit den längeren Tagen und wärmeren Temperaturen werden viele der mehr als eine halbe Million Motorräder und rund 300‘000 Roller in unserem Land von ihren Besitzerinnen und Besitzern wieder aus den Garagen gerollt und vorwiegend zum Freizeitspass durchs Land und natürlich mit Vorliebe über kurvige Hügel- und Bergstrassen gelenkt.

 

Emotionen kontrollieren

Die Schweizerische Fachstelle für Motorrad und Roller (SFMR) und der Schweizer Motorrad-, Roller- und Zubehör-Importeursverband motosuisse legen dem Töffpublikum nahe, die neue Saison und insbesondere die erste Frühlingsausfahrt vorsichtig anzugehen. «Bei aller Freude auf die Ausfahrt nach der langen Winterpause sollte man seine Emotionen und die Gashand möglichst im Zaum halten. Selbst bei jahrelanger Erfahrung sind die gewohnten Reflexe und Automatismen noch nicht sofort präsent oder zumindest ein bisschen eingerostet», erklärt Mediensprecher Markus Lehner. «Zudem ist die fürs Motorradfahren spezifische Muskulatur eventuell noch nicht wieder aufgebaut, und sie arbeitet bei kühler oder gar frostiger Witterung träger und unpräziser. Unbedingt zu beachten gilt es auch, dass zu dieser Jahreszeit die Strassen an schattigen Stellen nur sehr langsam abtrocknen und eventuell von Salz oder gar Kies verschmutzt sind. Der freiwillige Besuch eines der vielen Trainings- oder Fahrsicherheitskurse kann unter Umständen auch erfahrenen Lenkerinnen und Lenkern die Sinne wieder schärfen und macht erst noch Spass.»

 

Töff-Check am besten bei den Profis

Für den Fahrzeug-Check empfehlen SFMR und motosuisse auf jeden Fall die Fahrt zum Profi: Lehner: «Alle Fachgeschäfte bieten kostengünstige und umfassende Frühjahrs-Checks an. Fachfrauen und Fachmänner bringen den Töff wieder in Schuss, erkennen Schäden und testen auf einer Probefahrt, ob Motor, Fahrwerk, Reifen, Bremsen und heutzutage auch die Bordelektronik korrekt funktionieren. Und nicht vergessen: Die gesamte Töffbekleidung muss vor der ersten Ausfahrt kontrolliert werden. Das gilt insbesondere für den Helm, der je nach Alter und Zustand eventuell ersetzt werden muss.» Auch hier gilt wie beim Fahrzeug: Der Fachhändler weiss Rat.

 

 

 

 

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10.01.2026: MOTORRAD- UND ROLLERMARKT SCHWEIZ 2025  

REKORDJAHR FÜR DAS MOTORISIERTE ZWEIRAD

(SFMR) Ob Motorrad für die Freizeit oder Roller als Transportfahrzeug für den Arbeitsweg: Motorisierte Zweiräder erfreuen sich beim Schweizer Volk weiterhin höchster Beliebtheit. Trotz einem wirtschaftlich und geopolitisch angespannten Umfeld durchbrach der Schweizer Motorrad- und Rollermarkt 2025 zum zweiten Mal nach dem Corona-Jahr 2021 die Barriere von 50‘000 Neuzulassungen und steigerte sich mit 50‘600 Einheiten gegenüber dem Vorjahr um 3,13 Prozent.

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10.01.2026: MOTORRAD- UND ROLLERMARKT SCHWEIZ 2025  

REKORDJAHR FÜR DAS MOTORISIERTE ZWEIRAD

(SFMR) Ob Motorrad für die Freizeit oder Roller als Transportfahrzeug für den Arbeitsweg: Motorisierte Zweiräder erfreuen sich beim Schweizer Volk weiterhin höchster Beliebtheit. Trotz einem wirtschaftlich und geopolitisch angespannten Umfeld durchbrach der Schweizer Motorrad- und Rollermarkt 2025 zum zweiten Mal nach dem Corona-Jahr 2021 die Barriere von 50‘000 Neuzulassungen und steigerte sich mit 50‘600 Einheiten gegenüber dem Vorjahr um 3,13 Prozent.

 

Insbesondere die praktischen, wendigen und preisgünstigen Roller trugen mit 8,48 % Zuwachs bzw. 20‘713 Neuzulassungen zu dieser Erfolgsbilanz bei. Die fast ausschliesslich in der Freizeit genutzten Motorräder konnten ihr konstant hohes Niveau weiterhin halten (28‘307 Stück, -0,38 %) und zementierten die stabile Position des Zweiradmarktes.

 

 

Motorrad: Die Mittelklasse setzt sich durch

Der Anteil der Motorräder am Gesamtmarkt betrug 2025 annähernd zwei Drittel. Der Trend hin zur Mittelklasse mit 500 cm3 bis 1000 cm3 Hubraum setzt sich seit der Führerscheinänderung 2021 – Zweijahres-Obligatorium mit maximal 35 kW (48 PS) starken Motoren für Neueinsteigende ungeachtet ihres Alters – fort. 12‘584 Neumaschinen wurden in diesem Sektor abgesetzt (+7,35 %), während die Oberklasse mit mehr als 1000 cm3 Hubraum (5‘787 Einheiten, –8,14 %) ihre Vormachtstellung eingebüsst hat. Die Neuzulassungen der seit 2021 wie im übrigen Europa auch in der Schweiz ab 16 Jahren freien, 11 kW (15 PS) starken Motorräder bis 125 cm3 Hubraum belegen mit 5‘383 Stück (Vorjahr 5860 Stück) die Beliebtheit des motorisierten Zweirads bei der Jugend.

 

 

Roller: Die 125er Klasse dominiert

Bei den vorwiegend im urbanen Umfeld als Transportfahrzeuge genutzten Rollern (20‘713 Stück, +8,48 %) dominiert die 125er Klasse mit 65,46 % Marktanteil. Das Angebot in dieser Klasse ist äusserst vielfältig und bietet für jedes Portemonnaie etwas Passendes. 2025 wurden 2‘218 neue Roller elektrisch angetrieben (Marktanteil 12,71 %), wobei diese vorwiegend von Post, Kurier- und Lieferdiensten eingesetzt werden.

 

 

E-Motorräder: Mangelnde Reichweite, fehlende Infrastruktur

Bei den hauptsächlich in der Freizeit und auf Mittel- und Langstrecken eingesetzten Motorrädern sind „Stromer“ noch wenig verbreitet. Mangelnde Reichweite, verhältnismässig hohe Anschaffungspreise und vor allem kaum Lademöglichkeiten auf typischen Motorradstrecken beschränkten ihren Marktanteil 2025 auf 1‘084 Stück bzw. 3,84 %.

 

 

 

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